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Nordrhein-Westfalen vor 70 Jahren

Monat: Juni 2016

Der „Ligabetrieb“ in NRW in der Nachkriegszeit. Oder: Der „Bratkartoffelfußball“ im Jahre 1946

Der Krieg ist frisch vorbei, die meisten Städte liegen immer noch in Trümmern. Arbeit, wo man geht und steht. Hunger plagt die Bevölkerung… Auf den ersten Blick scheint wirklich alles schlecht – wäre da nicht ein kleiner Funken Hoffnung!
Damals wie heute ist Fußball mehr als ein Hobby. Es ist eine Lebenseinstellung oder im Jahr 1946 passender Teil der täglichen Lebenserhaltung, zumindest in moralischer und ernährungsspezifischer Hinsicht.
Nachdem in Zeiten des Dritten Reichs keine Mannschaft den deutschen Fußball  in vergleichbarer Weise prägte wie FC Schalke 04, steht nun nach dem verlorenen Krieg und der ungewissen Zukunftsaussicht ein großes Fragezeichen vor den deutschen Umkleidekabinen in Gelsenkirchen und anderswo. Weiterlesen

Rückblick Mai 1946

Der Weg zum Nachkriegskind 1946

von Fabian Stein

Die Kinder, die man heute Kriegskinder nennt, waren diejenigen, die um 1939 mindestens drei Jahre alt waren[1]. Alt genug, um sich selbst schon bewusst zu sein, aber zu jung, um eine vollausgereifte Persönlichkeit zu besitzen. Letzterer Aspekt ist in diesem Blog von besonderem Belang.

Kinder im Allgemeinen sind mit ihren noch wachsenden Persönlichkeiten besonders beeinflussbar von ihrer Umwelt. Die Kinder von 1939 waren also viel schlimmer vom Krieg betroffen als die Erwachsenen[2]. Der im September dieses Jahres beginnende Krieg setzte sie Erfahrungen aus, die alles andere als kindesgerecht waren. Kindesgerecht wären Erfahrungen von Sicherheit, Selbstbestimmtheit und Zuwendung gewesen, erweitert um eine solide Bildungsgrundlage. Stattdessen… Weiterlesen

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